Ruin pubs in Budapest, No-Go-Zones in Paris, Hungarian artists in Berlin – find a potpourri of my articles and radio pieces about culture, politics and religion, seen with the eyes of a cosmopolitan Hungarian in Europe.

Ruinenkneipen in Budapest, No-Go-Zones in Paris, ungarische Künstler in Berlin – hier finden Sie eine bunte Mischung aus meinen Artikeln und Radiostücken über Kultur, Politik und Religion,
aus der Perspektive einer kosmopolitischen Ungarin in Europa.


Contemporary Drama Festival in Budapest

At Home in Homelessness – Independent Theatre in Hungary

Commissioned by Heinrich Böll Stiftung Prague

As the Hungarian author Áron Tamási wrote, “We were born to the world to be at home in it somewhere”. Yet not only the feeling of being at home, but also that of homelessness may be a common denominator among people who live in the same space – in the same cyberspace. Péter Kárpáti and the HOPPart CompanyGyörgy Szabó, Trafó House of Contemporary Arts,   Festival director Mária Szilágyi

 

 


Der provokante Renaissancemensch

The multi-talented director, actor, author and musician does not leave anyone in Hungary unaffected. Highly sensitive, alert to what is going on in society and radical. They either love or hate him, there is no in between.

Das Opernstudio der Bayerischen Staatsoper feierte am 5. April 2016 die Premiere der Oper Albert Herring von Benjamin Britten, inszeniert von einer schillernden Persönlichkeit: dem ungarischen Regisseur Róbert Alföldi.
Ein Porträt im Max Joseph Magazin der Oper.

Róbert Alföldi at the Bavarian State Opera, staging a chamber opera by Benjamin Britten about hypocrisy and phoniness. Watch out, the play might be about you!

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Der Ungarn-Aufstand als Bruch zwischen Ost und West

Der Ungarn-Aufstand von 1956 wurde vor 1989 im Osten und Westen Deutschlands aus verschiedenen Sichtweisen verfolgt. Wie wurde der Aufstand in der DDR wahrgenommen, wie in der BRD und wie hat sich das im Vergleich zu heute verändert? Mein Artikel dazu im Dossier der Heinrich Böll Stiftung


Europa: Was liest du?

Deutschlandradio Kultur, Frühling 2016

Bestseller erzählen viel über das Land, in dem sie geschrieben worden sind. Deshalb fragen wir Buchhändler, Verleger und Literaturkritiker in ganz Europa, welche Bücher aus ihrem Land gerade besonders erfolgreich sind.

Éva Rédei, the owner of this little Jewish bookstore in the heart of Budapest near Margaret Bridge, knows everyone who counts in Budapest and is friends with the most famous Hungarian contemporary authors. Her bookshop, Láng Téka, is a must-see for those interested in the cultural life of Budapest behind the scenes!

 

Ungarn
Buchhändlerin Éva Rédei aus Budapest hat uns empfohlen:
Gábor Görgey: “A kivégzés éjszakája”
(dt.: Die Nacht der Vernichtung)
ein Buch über die ungarische Mitschuld am Holocaust
noch nicht auf Deutsch erschienen


Imre Kertész

“Seit Auschwitz (ist) nichts geschehen […], was Auschwitz aufgehoben, was Auschwitz widerlegt hätte. Der Holocaust konnte in meinem Werk niemals in der Vergangenheitsform erscheinen.”

Aus seiner Nobelpreisrede.

Auschwitz survivor and recipient of the Nobel Prize for Literature, Imre Kertész passed away in Budapest 31 March 2016, aged 86.

Bereits im November 2012 überlässt der ungarische Literaturnobelpreisträger und Auschwitz-Überlebender Imre Kertész sein Erbe, das den Holocaust thematisiert, der Berliner Akademie der Künste. Mein Artikel darüber in der Deutsche Welle I Ende März 2016 stirbt er in Budapest mit 86. Über seine Rezeption in Ungarn habe ich in der taz geschrieben.


Breaking Down the Iron Curtain

Former Hungarian Prime Minister Miklós Németh played a crucial role in the fall of the Iron Curtain.

With his consent and within the framework of the Pan-European Picnic, the Hungarian border towards Austria was opened for a few hours on 19 August 1989. This paved the way for East German refugees to flee to West Germany. I had the honour of interviewing him at the 25th anniversary of the Pan-European Picnic, the interview was published in The German Times and in The Atlantic Times in October 2014. Page 1 Page 2

Das sogenannte „Paneuropäische Picknick“ führte zur ersten Massenflucht von DDR-Bürgern.

These young German secondary school students in Grimma, a little town near Leipzig in former East Germany, decided to create their own documentary film about the Pan-European Picnic to its 25th anniversary in August 2014. They were inspired by their history teacher who attempted to flee the GDR in 1989.

Am 19.8.1989 entschlossen sich viele DDR-Urlauber in Ungarn spontan, in den Westen zu gehen – mit nichts weiter als einer Tasche unter dem Arm. Wie sich die Flucht damals abspielte und was die Menschen dazu getrieben hat, das interessiert 25 Jahre später vier Schülerinnen der 11. Klasse des St. Augustin-Gymnasiums in Grimma. Sie sind auf Spurensuche gegangen, angeleitet und motiviert durch ihre Geschichtslehrerin. Die wollte damals selbst zum Paneuropäischen Picknick fahren – doch sie kam zwei Tage zu spät. Eine Reise in die Vergangenheit: Deutschlandradio Kultur, WDR5 Osteuropamagazin


Streit um den “Idealmenschen”

WDR 5 Europamagazin | 26.04.2016

The checked shirt has become a symbol of teachers’ and students’ protests against Viktor Orbán’s education policy. On this ‘checked’ day, even cakes bear solidarity with the movement.

In Ungarn legen immer wieder zehntausende Lehrer ihre Arbeit für einen Tag nieder, um gegen die zentralistische Bildungspolitik der Regierung Orbán zu protestieren. Unterricht in patriotischer Gesinnung – dazu haben viele Schüler und Lehrer keine Lust mehr. Anna Frenyo berichtet. Manuskript


Lehrerrevolte in Ungarn – Eine Reportage

Deutschlandradio Kultur, Studio 9 | 19.5.2016

French teacher Katalin Törley has become one of the leading personalities of the protest movement of Hungarian teachers. Now she is in front of her secondary school Kölcsey Ferenc Gimnázium in Budapest.

Seit Jahresanfang demonstrieren in Ungarn Zehntausende Lehrer und Schüler gegen die Bürokratie und Zentralismus im Bildungswesen. Ihr Symbol ist das Karohemd. Das steht für überfrachtete Lehrpläne, schlecht ausgestattete Schulen und eine nationalkonservative Ideologie, die sich mehr für die Vergangenheit als für die Zukunft interessiert.

Die Lehrerin Katalin Törley aus dem französischsprachigen Kölcsey Gymnasium in Budapest ist eine leitende Persönlichkeit der Protestbewegung Tanítanék, auf Deutsch: „Ich würde gerne unterrichten.“ Anna Frenyo hat sie für uns begleitet. Manuskript

 

 


Keine Studiengebühren in Ungarn

Deutschlandradio Kultur I Frühjahr 2013

In December 2012 a huge wave of students’ demonstrations broke out in Budapest as a reaction to the Orbán government’s plan to introduce tuition fees.

Die Orbán-Regierung hatte Anfang Dezember 2012 angekündigt, etliche staatlich finanzierte Studienplätze zu streichen und ein Gebührensystem mit Verpflichtung, im Land zu bleiben, einzuführen. Damit hätte es unter anderem keine staatlich finanzierten Studienplätze mehr ausgerechnet für die beliebtesten Fakultäten wie Jura, Wirtschafts- und Kommunikationswissenschaften gegeben. Studenten, Gewerkschaften und die Rektorenkonferenz protestierten und Brücken und Plätze wurden besetzt. Schließlich lenkte die Regierung ein. Anna Frenyó erzählt in ihrer Reportage, wie ein angehender Abiturient die Situation erlebt. Manuskript

 

Die Unibesetzer WDR5 Osteuropamagazin I Frühjahr 2013

Nach den heftigen Studentenprotesten im Dezember 2012 hat sich Anfang Februar ein Kern von ihnen dazu entschlossen, die ELTE Universität zu besetzen. Seitdem essen, trinken, schlafen und diskutieren sie ununterbrochen hier – und treffen basisdemokratische Entscheidungen. Manuskript


No-Go-Zones in Paris

taz 24.02.2015  I Chateau Rouge, Paris

Following the terrorist attack on Charlie Hebdo in Paris 7 Jan. 2015, severe security questions are to be discussed in metropolitan France. Fox News went as far as claiming that in Paris there were so called No-Go-Zones. Even though this is not true, illegal trade is a known fact to politicians in areas such as Chateau Rouge. Where one knows where to buy which drugs, buying weapons isn’t difficult either.

 

 

Das Einwandererviertel La Goutte d’Or ist ein hartes Pflaster: Illegaler Handel und kriminelleNetzwerke dominieren die Straßen. Der Staat hat die Gegend längst aufgegeben. Aber ist sie deshalb eine „No-go-Area“ für Nichtmuslime, wie Medien vermelden?

 

 

 


Ungarn und die Flüchtlinge – die Stacheln des Igels

Tagesspiegel Kultur I 19.9.2015

Hungary’s relation with refugees is ambivalent: hatred and love are both present in the land which has been deeply divided as a result of its history.

Hass und Hilfsbereitschaft: Im Umgang mit den Flüchtlingen hat Ungarn zwei Gesichter. Das hat auch mit einer Seelenlage zu tun, die das Land seit einer halben Ewigkeit prägt.

 

 

 

 


Kaum kritische Stimmen aus Ungarns Kirchen

Deutschlandfunk I I Religion und Gesellschaft I Tag für Tag I Juli 2015

Von der Todesstrafe über die Einwandererpolitik bis hin zum Grenzzaun, der Flüchtlinge abhalten soll, nach Ungarn zu gelangen. Außer Bischof Beer und Fabiny hört man kaum kritische Stimmen zu einer Regierung, die sich dezidiert als christlich versteht. Die Mehrheit der Kirchen profitiert von der Nähe zur Regierung.

Refugees on hunger strike in front of the train station Budapest Keleti on the night of 3 September 2015. They have bought tickets to Germany, yet they are not allowed to take a train and have no information about what will happen. Families and women have been living and sleeping in this train station for days without basic sanitary facilities. Why are Hungary’s churches so silent about this? Is it because they are financially dependent on the Orbán government?

Eine Sekte oder die Zukunft?

Ist das Leben in Communitäten die Zukunft der Kirche?

Deutschlandfunk I Religion und Gesellschaft I Tag für Tag I Dez. 2015

Stadtkloster Segen is situated in the heart of the fancy district Prenzlauer Berg in Berlin. Its name means the City Monastery of Blessings and this is what this church has been for many Berliners in the years since 2007, when the Swiss community Don Camillo sent a group of its members to Berlin to start something new.

Klösterliches Leben in der Evangelischen Kirche – nach der Reformation war dies lange unvorstellbar. Ideen und Beispiele dafür findet man erst später wieder – so im Pietismus, bei Dietrich Bonhoeffer oder bei der Communauté von Taize. Heute zieht es auch Menschen an, die zu den traditionellen Kirchen eine distanzierte Haltung haben. Ein Beispiel dafür ist das Stadtkloster Segen in Berlin-Prenzlauer Berg. Hier leben Mitglieder der Schweizer Don Camillo Communität, die es seit den 70er Jahren gibt – Anna Frenyo hat für uns erforscht, warum ihre Lebensform an so verschiedenen Orten funktioniert wie in der französischen Schweiz oder in Berlin. Manuskript

 


Taizé in Berlin

RBB Kulturradio I Religion und Gesellschaft I Dezember 2013

Taizé is a French village. Its ecumenical community organises youth meetings every New Year’s Eve in a big city and welcomes pilgrims all year. The meditative evenings with the easy, repetitive Taizé songs bring those thirsty for spirituality together worldwide.

Die Gottesdienste und Gebete nach Taize sind anders als normale Gemeindegottesdienste: meditative Lieder, Kerzenlicht, der Verzicht auf starre Sitzordnungen  und eine starke Betonung der Gemeinschaft. Davon fühlen sich  besonders Jugendliche angesprochen. Die Bewegung ist benannt nach dem kleinen Dorf Taizé  im französischen Südburgund, hier lebt die Communauté oder Gemeinschaft von Taizé, ein internationaler, ökumenischer Männerorden. Jedes Jahr lädt die Gemeinschaft dazu  ein, gemeinsam in einer europäischen Großstadt ins neue Jahr zu gehen.


Benedek Fliegauf: Werdet Guerilla-Regisseure!

Tagesspiegel I 6. August 2013

Der ungarische Filmemacher Benedek Fliegauf über die chaotische Kulturpolitik seines Landes.

 

 

 

 


Budapester Ruinenkneipen

Funkhaus Europe I Süperunterwegs I WDR

Do not miss visiting the ruin pubs in Budapest! Their special charm lies in their shabbiness that lets creativity flourish. Visit the Sunday market in Szimpla or party Saturday night at Instant. Ask me for further tips!

Die so genannten Ruinenkneipen sind in Budapest zum absoluten Hit geworden: Bars in leerstehenden und schwer heruntergekommenen Häusern, die Einrichtung wie vom Sperrmüll. Alles andere als Schickimicki – aber mit einer einmaligen Atmosphäre. Mehr zu den Ruinenkneipen

 

 

 

 

 

 


Der heilige Róbert

Ungarns Ultrarechte hassen den Theatermann Róbert Alföldi. Als Intendant des Nationaltheaters in Budapest sind sie ihn losgeworden, als radikalen Künstler nicht.
Róbert Alföldi, former artistic director of the National Theatre in Budapest.
© Daniel Nemeth/EST&OST

Im Sommer 2013 inszeniert er die Neuaufführung der Rockoper “Stephan der König”. Ein Musical, das vor dreißig Jahren im Kommunismus aufgeführt wurde und das von Stephan, dem ersten König Ungarns handelt. Als es entstand, galt es als Freiheitssymbol – mit versteckter Kritik am kommunistischen Regime. Auch heute ist es aktuell – mehr dazu im WDR5 Osteuropamagazin – Manuskript – und im Porträt über Alföldi in der taz.